Großübung

 

Schnelle und effektive Hilfe

Übung: Zum 90-jährigen Bestehen der Feuerwehr Engelrod wurden Können und Wissen demonstriert

ENGELROD (gst). Eine Großübung war die Auftaktveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Engelrod. Hierbei waren alle Lautertaler Wehren, die Feuerwehren aus Rebgeshain, Ulrichstein, die Mitglieder des Betreuungszuges sowie des Sanitätszuges des DRK und auch der Einsatzleitwagen 2 (ELW2) des Vogelsbergkreises
mit Besatzung eingebunden. Insgesamt waren es rund 150 Einsatzkräfte.

Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Hubert Helm, Gemeindebrandinspektor Klaus Köhler, Stellvertreter Fabian Schleuning, DRK-Kreisbereitschaftsführer Uwe Lang, Ortsvorsteher Erwin Stertz, sowie viele,Einwohner verfolgten das Übungsgeschehen.

Ein Busunfall mit einer Großzahl an verletzten Personen, ein verunfallter PKW mit eingeklemmter Person, sowie ein in Brand geratenes Anwesen mit zwei vermissten Personen, war die Ausgangslage bei der Übung, die von dem Engelröder Wehrführer Michael Merschrod sowie Michael Seling, Michael Hofmann und Peter Leidorf ausgearbeitet wurde.

Ziel sei es gewesen, wie Michael Merschrod später im Dorfgemeinschaftshaus ausführte, eine Fülle von Aufgaben sinnvoll und annähernd realistisch zu kombinieren. Die Menschenrettung, Technische Hilfeleistung und Brandeinsatz mit Wasserversorgung über Lange-Wege-Strecke sowie die Ordnung des Einsatzraumes.

Der Einsatzverlauf stellte sich dann wie folgt dar: Ein Linienbus war von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Hauswand geprallt. Ein nachfolgender PKW konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte gegen einen Laternenmast. Dabei wurden Fahrzeuginsassen im Fahrzeug eingeklemmt. Gleichzeitig entstand dabei ein Brand am Gebäude. Durch die Rauchentwicklung wurden im Innern zwei Personen eingeschlossen und galten als vermisst. Da die zuerst eintreffende Feuerwehr Engelrod sich mit einer Fülle von Aufgaben und mit einer Großzahl anVerletzten konfrontiert sah, wurde Vollalarm für die Gemeinde Lautertal ausgelöst.
Außerdem wurden die benachbarten Wehren aus Rebgeshain und Helpershain sowie die Stützpunktfeuerwehr Ulrichstein zur überörtlichen Unterstützung mit in den Einsatz eingebunden.
Weiterhin wurde erstmals der ELW2 des Vogelsbergkreises, der erst vor Kurzem seine neue Heimat in Lautertal gefunden hat, zur Unterstützung der Einsatzleitung mit angefordert. Interessiert wurde von den Zuschauern das unterschiedliche Geschehen im Umfeld der Einsatzstelle verfolgt, wobei deutlich wurde, dass die Feuerwehrangehörigen mit viel technischem Gerät ausgestattet sind, das auch beherrscht wurde.

Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren und Rettungsdiensten wurde dabei deutlich; jede Einheit hatte ihre spezielle Aufgaben zugewiesen bekommen, sei es bei der Menschenrettung, der medizinischen" Versorgung beziehungsweise der Sicherung von Hab und Gut. Hier zeigte sich, dass bei einer größeren Schadenslage nur im Verbund effektive und schnelle Hilfe geleistet werden kann und solche Großübungen beziehungsweise gemeinsame Übungen einen hohen Stellenwert haben sollten.